Entwurf Sven Schmidt

Bei der vor Ort gegebenen städtebaulichen Struktur, fällt einem die Staffelung der Gebäudetypen auf. Tiefe Grundstücke mit einem Wohngebäude im vorderen, Nebengebäude wie Scheunen im mittleren und Grünflächen im hinteren Teil des Grundstückes.

Um das notwendige Volumen der Sporthalle in die Ortsstruktur zu integrieren, mussten diverse Entscheidungen getroffen werden. Bei der Entwicklung meines Entwurfes war für mich, im Bezug auf die bestehende Bebauung, ein Holzbau angemessen. Das Satteldach stellt hierbei einen Zusammenhang zu den Scheunen im mittleren Teil der angrenzenden Grundstücke dar.

Um vom Volumen nicht erschlagen zu werden, entschied ich mich das Basketballfeld um 1,5 Meter tiefer zu setzen, als die gegebene Geländeoberkante.

Was zunächst rein aus städtebaulicher Herangehensweise entstanden ist, bildet nun im Innenraum eine Abtreppung, welche neben den der Erschließung dienenden Stufen, auch Platz für Tribünen schafft.

Somit entsteht eine Atmosphäre im Inneren der Halle, die an ein Stadion der Basketball Profi Liga erinnern kann.

Für die Tragwerksstruktur der Halle entschied ich mich für einen gekippten Dreifeldträger.

Durch die Kombination von 24 dieser Träger entsteht ein in sich ausgesteiftes Tragwerk, welches die Breite der Halle von 24 Metern überspannt.

Die Nebenräume, wie Umkleide, Sanitärräume und Teamarea finden im vorderen Gebäudeteil ihren Platz.

Neben dem Basketballsport soll die Halle auch für Schulsport nutzbar sein. Deshalb ist die Rückwand der Halle mit einer Prallwand ausgestattet, in die Sportgeräte wie ein Sprossenwand integriert werden können.

Die Fassade der Halle soll das Thema der Holzschuppen aufnehmen. Die von den Lamellen verdeckten Öffnungen sollen an eine geschlossene Scheune erinnern.

Im Bereich der Spielfläche öffnen sich die Lamellen und geben so eine Fensterfront frei, die dem Volumen von außen eine Leichtigkeit gibt und im Inneren durch den Versatz von 1,5 Metern einen Ortsbezug auf Augenhöhe ermöglicht.

Die Frontfassade zeigt durch ihre Öffnungen klar, welche Bereiche der Öffentlichkeit zugänglich sind, verbirgt aber auch die im oberen Teil gelegene Team-area und lässt die Blickverbindung nach außen jederzeit zu.   

Im Innenraum wird das Thema der Lamellen weiter genutzt. So ergibt sich eine tragende, stark gerichtete Struktur, welche sowohl die Wände, als auch die Decken trägt. Dieses Thema wird durch die zwischen den Lamellen eingespannte Treppe, weiter verdeutlicht.

Pläne zum download als PDF:    Plan1   Plan2

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